Eine aktuelle Studie des Klima-Sachverständigenrats Baden-Württemberg zeigt: Die Windkraft im Südwesten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit in ganz Deutschland. Besonders im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und in der Region Bodensee-Oberschwaben herrschen oft günstige Windbedingungen, wenn im Norden und Westen windschwache Phasen auftreten. Damit federt Baden-Württemberg (BW) regionale Flauten ab und stärkt die Robustheit der Energieversorgung.
Kernaussagen der Studie:
- Regionale Unterschiede: Wenn der Norden und Westen windschwache Perioden erleben, weisen südwestdeutsche Standorte in diesen Zeiten oft überdurchschnittliche Windverhältnisse auf.
- Ausbau dringend nötig: Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Klimaziele bis 2040 zu erreichen, müssen Windenergie und Photovoltaik stark ausgebaut werden. BW plant knapp 1.800 neue Windanlagen – doch bisher hinkt das Land seinen Ausbauzielen weit hinterher (2024: nur 22 neue Anlagen, 2025 bisher 27).
- Wirtschaftliche Vorteile: Mehr Windkraft reduziert Netzengpässe, vermeidet teure Nord-Süd-Übertragungsleitungen und sichert den Industriestandort BW.
Appell der Experten: Politik, Verwaltung und Bürger:innen müssen den Ausbau gemeinsam vorantreiben und auf Bundesebene Hindernisse im Förderregime abbauen. Die CDU BW kündigt an, den Ausbau nach einem Wahlsieg „forcieren“ zu wollen, um die bisher „miserable“ Bilanz zu verbessern.
Fazit: Die Windenergie in BW ist nicht nur für die Energiewende, sondern auch für die Stabilität des gesamten deutschen Stromnetzes unverzichtbar.
Quelle: tagesschau.de
