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Rechtzeitig vor den Sommerferien 😎 möchten wir mit unserem Newsletter 3 interessante Informationen zum Thema Windkraft aus dem Landkreis Böblingen teilen. Hinweis: Sie können diesen Newsletter jederzeit mit einem Klick auf Deabonnieren 👇 (ganz unten) abbestellen.
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Frist für Stellungnahmen zur zweiten Offenlage des Regionalplans für Windkraft
Einige Entscheidungen, die in der zweiten Offenlage des Regionalplans bezüglich der Vorranggebiete getroffen wurden, sind unserer Meinung nach zweifelhaft oder sogar willkürlich. Problematisch ist, dass etliche Gebiete im Landkreis Böblingen so verkleinert wurden, dass ein wirtschaftlicher Betrieb von Windkraftanlagen erschwert oder unmöglich gemacht wird. Auch der Spielraum für Natur- und Anwohneroptmierte Layouts bei der Planung wird so erheblich eingeschränkt. Da das Flächenziel von 1,8% mit der zweiten Offenlage nur mit einem minimalen Puffer von 100 Hektar erreicht wird, stellt sich die Frage, ob es sich bei diesen Flächen eher um Alibi-Flächen für das Flächenziel als um realistisch umsetzbare Windenergiestandorte handelt.
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Ein bemerkenswerter Fall ist das Gebiet BB-14 bei Böblingen: Kurz vor der Sitzung der Regionalversammlung wurde ein Antrag zwischen einigen Fraktionen ausgehandelt, der dann auch beschlossen wurde. Entgegen den Empfehlungen des Fachausschusses sieht dieser Beschluss vor, exklusiv für den Böblinger Anteil am BB-14 Gebiet, einen Sonder-Mindestabstand von 1200 m von Windrädern einzuführen. Das ist 71% mehr als der gesetzliche Abstand von 700 m und 50% mehr als der 800 m Abstand, der für alle anderen Gebiete und Gemeinden in der Region gilt. Das BB-14 Gebiet wird damit faktisch halbiert. Da der neue Abstand auch vorgesehene WEA Standorte im BB-14 Gebiet betroffen hat, was mutmaßlich ein Ziel dieses Antrags war, wurden alle Planungstätigkeiten des Interkommunalen Projekts zwischen Holzgerlingen, Böblingen und Ehningen eingestellt. Die im Planungsprozess involvierten Firmen haben sich erstmal verabschiedet.
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Wenn Sie Punkte wie diese kritisch sehen, können Sie auf der Beteiligungsplattform bis zum 1. August 2025 einen Einwand oder eine Stellungnahme schreiben.
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Herrenberg entscheidet pro Windkraft
Am 13. Juli 2025 stimmten fast 60% der rund 12.000 Wählerinnen und Wähler in Herrenberg gegen einen Antrag, der die Verpachtung kommunaler Waldflächen an Windanlagenbetreiber untersagt hätte. Dies bedeutet eine klare Unterstützung für die Weiterverfolgung von Windenergie vor Ort und zeigt eine deutliche Mehrheit für die Energiewende im Landkreis Böblingen.
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Die Bürgerinitiative "Rückenwind Herrenberg" spielte eine zentrale Rolle bei diesem Erfolg, indem sie in den letzten Monaten mit viel Engagement und positiver Energie für die Windkraft geworben hat. Ein Höhepunkt war der Weltrekordversuch mit dem größten lebendigen Windrad auf der Festwiese in Herrenberg.
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Weltrekord in Herrenberg
Wir haben es geschafft! 598 Personen in Herrenberg schlagen Österreichs Rekord für das größte lebendige Windrad der Welt. Dieser Event wurde von mehreren Windkraft-Initiativen organisiert und zelebrierte die Vorteile lokaler Windräder für Kommunen, Bürger und Umwelt. Ein Familienprogramm und eine Sternradtour ergänzten den Event. Die uns bekannten Medienberichte haben wir hier aufgelistet: https://windkraftbb.de/weltrekord/
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Ein beeindruckendes Drohnen-Video dokumentiert unseren Rekordversuch: 598 Teilnehmer formten ein 50 Meter großes Windrad, das sich synchron drehte - was anspruchsvoll war. Die Windkraft BB Mitglieder Jürgen Böhringer und Michael Lamparter waren für die technische Umsetzung zuständig. Zu unserem Video: https://www.youtube.com/watch?v=h_9NU-o3x9w
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Die Redner am Veranstaltungstag betonten die zahlreichen Vorteile der Windenergie:
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- Eva Lang von Rückenwind Herrenberg freute sich über den Erfolg und den möglichen Schub für den bevorstehenden Bürgerentscheid in Herrenberg. Klaus Weingärtner, ebenfalls Rückenwind Herrenberg, hob die Bedeutung regionaler Energieproduktion hervor, um politische Unabhängigkeit zu stärken.
- Angela Patka von ProWindkraft Neckar-Alb betonte die wirtschaftlichen Vorteile durch Genossenschaftsanteile und direkte Einnahmen für Bürger.
- Fiete van Dyke aus Ost-Friesland lobte die positiven Erfahrungen mit Windrädern im Norden Deutschlands.
- Dieter Hallmann von der Energiegenossenschaft Ingersheim berichtete über erfolgreiche lokale Projekte und positive Rückmeldungen der Bevölkerung.
- Ina Niedrich von „Drei Musketiere Reutlingen e.V.“ betonte, dass fossile Brennstoffe Kriege finanzieren.
- Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker versprach Unterstützung für den Ausbau erneuerbarer Energien und hob die Kosteneffizienz hervor.
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Danke für das Lesen. Bis bald!
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