Reutlingen, 18. November 2025 – Heute Abend hat der Gemeinderat Reutlingen mit 22 zu 18 Stimmen beschlossen, einen Nutzungsvertrag für Windkraft in der Region abzuschließen. Diese Entscheidung ist ein bedeutender Erfolg für alle, die sich für eine nachhaltige Energiezukunft einsetzen.
Ein starkes Signal für erneuerbare Energien
Die Stimme der Bürger:innen zählt. Durch die Unterstützung der Petition „Chancen nutzen: Windkraft für Reutlingen“ und die Teilnahme an der Umfrage des Reutlinger Generalanzeigers haben viele Menschen in Reutlingen deutlich gemacht, dass sie Windkraft befürworten. „Danke an alle, die mit ihrer Unterschrift und ihrem Engagement diesen wichtigen Schritt möglich gemacht haben!“, so die Initiator:innen unserer befreundeten Initiative Pro Windkraft Reutlingen / Neckar-Alb.
Ein Etappensieg – und ein Aufruf zum Weitergehen
Wie die Initiator:innen von Pro Windkraft Reutlingen betonen, ist dieser Abend ein Grund zur Freude – und gleichzeitig ein Ansporn, weiterzumachen.
Im vollgepackten Saal 6 des Filmzentrums Bären in Böblingen fand am 3. November unsere aktuellste Veranstaltung im Jahr 2025 statt. Auf dem Programm stand eine Aufführung des Films „We the Power“ mit anschließender Podiumsdiskussion und einer Fragerunde aus dem Publikum. Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und bedanken uns herzlich bei den Besuchern und bei den Teilnehmern der Podiumsdiskussion!
Der Film: We The Power
Ein Film der Mut macht zum Mitmachen bei der Energiewende und in der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Experten aus drei Bürgerenergiegenossenschaften darüber, wie Engagement gelingt, warum Kooperation entscheidend ist – und weshalb Veränderung sogar Spaß machen kann. Mit starken Geschichten, ehrlichen Einblicken und einem klaren Appell: Machen ist wie wollen – nur krasser!
Podiumsdiskussion und Fragerunde
Wer war dabei?
Sebastian Sladek – EWS Schönau Sladek steht wie kaum ein anderer für die „Stromrebellen“ aus dem Schwarzwald. Als Mitgestalter einer der bekanntesten Bürgerenergiebewegungen Deutschlands spricht er über demokratische Teilhabe, den Wert von Ehrenamt und die Gefahr, im Erfolg das ursprüngliche Ideal zu verlieren. Für ihn bleibt klar: Engagement braucht Haltung – und Menschen, die machen.
Tobias Huschle – BürgerEnergie Nordschwarzwald-Gäu e.G. Angetrieben von Verantwortung für kommende Generationen stieg Huschle in die Bürgerenergie ein. Sein Schwerpunkt: Kooperation. Er weiß, wie sich Gruppen erfolgreich verjüngen, wie man Durststrecken übersteht und warum kollektive Begeisterung oft wichtiger ist als Geld. Wenn viele anpacken, bewegt sich Großes.
Helmut Schulenberg-Schell – BEE Heckengäu Schulenberg-Schell kommt aus der Praxis der Energieberatung – und sieht die Magie, wenn Menschen spüren, dass sich der Zähler plötzlich rückwärts dreht. Für ihn sind Bürgerenergieprojekte wie Hausbau: anspruchsvoll, finanziell klug geplant, aber lohnend. Er erinnert daran, dass Genossenschaften solidarisch sind – nicht renditegetrieben.
Moderation: Prof. Dr. Ute Reuter Mit klarem Blick auf Energiewende und Gesellschaft führte Prof. Dr. Ute Reuter wie schon in der vorherigen Veranstaltung von WindkraftBB souverän durch den Abend, setzte präzise Impulse und entlockte dem Podium kluge, persönliche Antworten
Bild: WindkraftBB
Was bleibt vom Abend?
Bürgerenergie bedeutet Mitbestimmung, Verantwortung und Gemeinschaft. Die Stimmen des Abends zeigen: Veränderung entsteht dort, wo Menschen sich zusammentun, Expertise teilen und gemeinsam mutig bleiben. Kooperation trägt weiter als Konkurrenz, Begeisterung besiegt Bürokratie – und jede einzelne Kilowattstunde Beteiligung fühlt sich nach Zukunft an.
Wer die Energiewende nicht nur erleben, sondern gestalten will, sollte sich bei einer Energiegenossenschaft mit Zeit oder Geld oder Expertise engagieren.
Helmut Schulenberg-Schell, Tobias Huschle, Prof. Dr. Ute Reuter, Sebastian Sladek, Bild: WindkraftBB